Zum Thema Erdölsuche und Fracking

Veröffentlicht am 16.03.2013 in Kommunales

Das Thema wurde in letzter Zeit intensiv Diskutiert.

Leider wurde von der ausführenden im Firma im Vorfeld nicht genügend informiert. Die SPD in Impflingen hatte sich aber noch schnell kundig gemacht und konnte im Gemeinderat überzeugen, das in Impflingen nicht nach Erdöl gesucht wurde. Allerdings könnte das Unternehmen die Suche einklagen da in Deutschland ein veraltetes Bergrecht gilt, das die Schwarz-Gelb Regierung nicht ändern will.
Mehr dazu und zum Thema Fracking nachfolgend.

Leserbrief des Ortsverinsvorsitzende Michael Dhonau an die Rhenpfalz und Link zum Thema Fracking auf SPD Südpfalz

Erdölsuche um jeden Preis

In diesem Bereich herrscht eine große Unwissenheit, und das ölsuchende Unternehmen bekleckert sich auch nicht gerade mit Aufklärungsarbeit. Umstritten sind auch die Tätigkeiten des Unternehmens in Bolivien oder einem Staudammprojekt in Brasilien.

Die meisten Menschen haben Angst vor Rissen in ihren Häusern oder den Feldwegen, über weitreichendere Folgen wird nicht gesprochen.

Lassen wir mal die Folgen der Untersuchung, bei der Risse entstehen könnten, die im Nachhinein behoben werden können, außer acht.

Bei dem vorhandenen Erdöl sprechen wir von Öl, das in porösem Sandstein in einer Tiefe von ca. 2000m liegt. Die einfacher zu holenden Ölreserven wurden schon vor Jahren untersucht und, wenn rentabel, abgeschöpft.

Dieses Öl kann durch ein Bohrloch, in dem sich eine Sonde befindet, abgeschöpft werden. Im Normalfall fließt Wasser nach um die Poren zu füllen, in vielen Fällen wird Bohrgas, Wasser, Wasserdampf, Tenside usw. in den Sandstein gepresst, um den Vorgang zu verstärken, bzw. wenn der Nachfluss des Erdöls nachlässt. Reden wir vom Einpressen von Materialen unter Druck, sind wir beim sogenannten Fracking, das umstritten ist vor allem wegen der oft beigefügten Chemikalien. An der Oberfläche wird dann das Öl von Verunreinigungen getrennt.

Hier die Risiken einer Erdölförderung: Anbohren und Verunreinigen der Grundwasserschicht, Fehler durch menschliches oder technisches Versagen, Verunreinigung der Erdoberfläche, Grundwasserverseuchung bei Austritt von Ölgemischen, Erdbeben, Verunreinigung des Grundwassers bei Einsatz von Chemikalien, Transportunfälle, Auswirkungen auf unser Trinkwasser, Bodenabsenkungen, Folgen für unseren Tourismus.

Weiterhin müssen die betroffenen Gemeinden mit Einschränkungen rechnen, eine Erdölförderstelle muss eingerichtet werden mit der dazugehörigen Infrastruktur. Lärm und Beeinträchtigung der Landwirtschaft im naheliegenden Raum sind die Folge. Ob die in Aussicht gestellten monetären Mittel diese Risiken wettmachen ist zu bezweifeln.

Die Betroffenen müssen selbst entscheiden, ob sie das mitmachen, die letzten Ressourcen, die wir eventuell später dringender für humane Zwecke benötigen, zu verbrauchen. In Zeiten der Energiewende sollte sich jedoch jeder Gedanken darüber machen, wie man Energie einsparen kann, bzw. auf Alternativen umsteigen kann. Benötigen wir alle das Zweit- oder Drittauto, fahren alleine mit dem Auto zur Arbeit usw.

Weiterhin muss die Bundesregierung Ihre Blockadehaltung gegen eine Änderung des Bundesbergbaugesetzes aufgeben, dass die Rechte der Bürgerinnen und Bürger stark beeinträchtigt.

Ich bin froh, dass wir für unsere Gemeinde diese Risiken abgelehnt haben zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger! Und alle Entscheidungsträger sollten Ihre Entscheidungen auch im Sinne der Menschen vor Ort treffen bzw. diese miteinzubeziehen.

Michael Dhonau

Impflingen

http://www.spd-suedpfalz.de/index.php?nr=35419&menu=1

 

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